Stell dir vor, du gehst bei Staufers einkaufen — und der Typ an der Frischetheke ist eine Puppe. Der an der Kasse auch. Nur du bist echt. Genau so funktioniert „Die Marktberater": Alle Mitarbeiter sind Puppen, die Kunden bleiben Menschen aus Fleisch und Blut. Letzte Woche sind die ersten dieser Puppen aufgetaucht — Zeit, zu erklären, warum wir das so machen.
Der Reiz steckt genau in dieser Mischung. Eine Puppe im echten Markt, zwischen echten Regalen und echten Leuten — das ist vertraut und schräg zugleich. Man kennt das ein bisschen von den Muppets oder Ted, und trotzdem ist es etwas Eigenes. Man schaut hin, weil etwas nicht stimmt. Und weil eine Puppe Dinge sagen und tun darf, bei denen ein echter Mensch sofort zu ernst genommen würde.
Aber ein weiterer Grund kommt hinzu, und der ist fast ein bisschen rührend. Kaum jemand stellt sich gern selbst vor die Kamera. Als Puppe machen plötzlich alle mit. Die Kollegin von der Kasse, der Metzgermeister, die Marktleitung — als Figur trauen sie sich, weil nicht ihr Gesicht im Feed hängt, sondern eine charmante Version davon.
Und genau diese Menschen sind es, die Staufers ausmachen. Ohne den Puppen-Trick wären sie vermutlich nicht dabei.
Dazu kommt ein unromantischer, aber wichtiger Punkt: Eine ganze Serie mit Dutzenden Mitarbeitern, über Monate, mit echten Menschen zu drehen — das sprengt jedes Budget und jeden Kalender. Als Puppenwelt bleibt das machbar. Wir können erzählen, statt an Drehtagen zu verzweifeln.
Und wie wird man zur Puppe? Kürzer, als man denkt. Zwei Fotos, eine kurze Sprachaufnahme, ein Character Sheet — mehr braucht es nicht. Aus den Fotos entsteht die Puppen-Version des Mitarbeiters, mit Kopfform, Frisur, dem, woran man ihn erkennt. Aus der Sprachaufnahme klonen wir die Stimme. Das Ergebnis: Die Puppe spricht später Sätze, die nie jemand im Studio eingesprochen hat — und klingt trotzdem nach der echten Person. Der Kollege bleibt hörbar er selbst, er ist nur plötzlich aus Filz.
Ein Punkt ist uns dabei nicht verhandelbar: Ohne klare Zustimmung passiert nichts. Für jede Figur gibt es eine transparente Einwilligung für Bild und Stimme, samt Hinweis, dass KI im Spiel ist. Wer nicht will, wird nicht zur Puppe. Klingt selbstverständlich, ist es in dieser Technik aber nicht — und genau deshalb sagen wir es laut.
Ein Character Sheet zeigen wir euch dazu — den Bauplan hinter einer Puppe, die eben nicht zufällig entsteht. Und keine Sorge: Ulf und Zoe bleiben übrigens "Menschen". Warum ausgerechnet die beiden, ist eine andere Geschichte.
Wollt ihr wissen, wie so eine Puppenwelt für euch aussehen könnte? Schreibt uns: info@brandfoundation.de