Kann man mit dem Format von „Big Brother" eine Kassenkraft finden? Wir sind gerade dabei. Letzten Freitag hat Ulf einen Tag an der Staufers-Kasse verbracht — erzählt im Stil der Realityshow, in der die Leute ständig in die Kamera kommentieren, was sie in der letzten Szene getan haben.
Das Prinzip kennt jeder: Man sieht eine Szene, und dazwischen schneidet es weg auf den Protagonisten im Confessional, der sein eigenes Handeln einordnet. „Ich war mir sicher ...", sagt Ulf ernst in die Kamera — weil er in der Szene davor einfach nicht performt hat und sich nun rechtfertigt. Die Lücke zwischen dem, was er über sich sagt, und dem, was man sieht, ist die ganze Komik.
Warum ausgerechnet dieses Format? Weil es die Leute abholt, ohne dass man etwas erklären muss. Jeder hat schon jemanden im Confessional großspurig reden und dann scheitern sehen. Sobald das Muster läuft, schaut man zu Ende — und genau dann kommt die eigentliche Botschaft an.
Und die ist handfest: Staufers sucht fähige Mitarbeiter. Der Job an der Kasse beispielsweis ist schneller und anspruchsvoller, als er von außen aussieht — was Ulf gerade eindrucksvoll beweist. Der CTA sagt es direkt: „Kannst du das besser als Ulf?" Das ist Recruiting, das man nicht wegdrückt, weil es zuerst unterhält und erst dann fragt.
Der zweite Effekt ist das Image. Ein Unternehmen, das seine eigene Kasse zur Comedy-Bühne macht und sich selbst auf die Schippe nimmt, wirkt nahbar. Selbstironie trauen sich im Employer Branding die wenigsten — und deshalb bleibt sie hängen.
Wollt ihr wissen, wie so ein Format für euch aussähe? Schreibt uns: info@brandfoundation.de